Drohender Verlust des Kindseins

von DKSB

 

(sb). "Kindergärten und Schulen dürfen im Rahmen der Corona-Pandemie nicht wieder schließen", sagt Martin Gossler (Foto), Vorsitzender des Kinderschutzbunds Landkreis Stade, anlässlich des internationalen Kindertags am 20. September. "Denn ohne diese wichtigen sozialen Kontakte verlieren Kinder eine Menge vom Kindsein." Der Besuch von Kindergarten und Schule sei auch Kinderschutz. Denn das geschulte Personal achtet u.a. aufmerksam darauf, ob ein Kind aufgrund familiärer Probleme anderer Stimmung ist oder gar Gewalt ausgesetzt wurde. Zudem sei der Shutdown im Frühjahr und Sommer eine enorme Belastung für die Familien gewesen. "Home-Office und Home-Schooling unter einen Hut zu bekommen, war eine große Herausforderung", sagt Gossler. "Insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien oder mit Förderbedarf hatten es in dieser Zeit besonders schwer. Das darf sich keinesfalls wiederholen, weil die Gesellschaft im Umgang mit Corona unvorsichtig wird." Unter anderem deshalb verzichtet der Kinderschutzbund Stade in diesem Jahr auf Aktionen zum Weltkindertag. Jeder Infostand - egal ob man sich dort länger unterhält oder nur einen Luftballon überreicht - berge die Gefahr einer Ansteckung. "Wir wollen die fragile Situation nicht gefährden", sagt Gossler.

PR-Redaktion Stade 19. September 2020


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